Mit etwas mehr Erfahrung und einem komplett umgegrabenen Gewächshaus ging es ab ins 2. Gartenjahr. Geplant waren Zwiebeln, Kürbis, Zucchini, Erbsen, Prinzessbohnen und braune Bohnen. Diesmal wollte ich auch unbedingt Physalis (auch bekannt als Kapstachelbeere) haben.

Von den Physalis (das, was den Gewächshauseingang komplett zuwuchert) hatte ich 4 Pflanzen, zwei auf jeder Seite. Wie ich mich später von Freunden belehren lies, müssen Physalis allerdings sehr früh angezogen werden, damit die Früchte in unseren Breitengraden überhaupt reifen. Und so habe ich leider nur eine Handvoll reifer Früchte geerntet. Nachvollziehbar, warum sie bei uns so teuer sind...

Die Erbsen gingen leider unter den Stangenbohnen und Physalis total ein. Ich glaube, ich hatte vielleicht eine einzige Schote gefunden. Mehr war das nicht.

Die Bohnen waren dafür etwas ertragreicher. Vor allem die Prinzessbohnen wuchsen sehr kräftig und kurz in der Pfanne geschwenkt geben sie wirklich eine leckere Beilage. Nicht der weichgekochte Matsch, den ich als Kind kennen und hassen gelernt habe. Die braunen Bohnen sind hierzulande sehr beliebt als Suppeneinsatz. Bohn'sup, ein beliebtes ostfriesisches Gericht wird gerne mit ihnen zubereitet. Und es liesen sich auch tatsächlich genug Bohnen für einen Pot finden.

 

Die Zwiebeln kümmerten mehr vor sich hin, deshalb lies ich sie im Boden bis zum nächsten Jahr. Da hatten sie zumindest eine erträgliche Größe erreicht. Mit der Wurzelpetersilie ging es mir genauso. Die Pflanze selbst mochte noch so hoch wachsen, aber die Wurzel hatte vielleicht die Dicke eines Fingers. Als ich sie im folgenden Jahr erntete, musste ich leider auch feststellen, dass sie schon holzig waren. Das Petersiliegrün war allerdings bis zur Blüte sehr kräftig und lies sich wunderbar zu Pesto verarbeiten. Petersiliepesto, ein Gedicht <3

Durch eine Verwechslung landete der Kürbis im Gewächshaus. Allerdings machte er sich da SO breit, dass ich überhaupt nichts mehr machen konnte. Schlussendlich musste das 1x2 qm große Prachtstück vollständig ausziehen und bekam in einem kleinen Beet im Außengarten Platz. Nachdem das Meiste abgestorben war, kam die Pflanze dann auch wieder. Allerdings wurde es später zu feucht und es bildeten sich keine Früchte mehr.

Die Zucchini, die eigentlich für das Gewächshaus gedacht war, landete von Anfang an auf dem Feld. Da das Feld erst ganz frisch war, wuchs sie etwas schlecht, brachte jedoch ein paar Früchte hervor, die ich auch genießen konnte.